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Pressedienst

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Montag, 23. September 2013

Schöpfung
Nachhaltig und gerecht – Neue Konzepte globaler Entwicklung
Studientag in Trier nimmt auch den Beitrag der Kirchen in den Blick

v.l.n.r. Ludwig Kuhn, Bischof Aparicio und Dr. Gundo Lames
Trier – Im Vorfeld der Bolivienpartnerschaftswoche 2013 haben die Teilnehmer eines deutsch-bolivianischen Studientages am 21. September unter dem Leitwort „Nachhaltig und gerecht“ nach neuen Konzepten globaler Entwicklung gesucht. Von zentraler Bedeutung für ein Nachhaltigkeits-Engagement im Bereich der Kirche ist dabei ein Hirtenbrief der bolivianischen Bischofskonferenz zum Thema Umwelt und menschliche Entwicklung, den der Vorsitzende der bolivianischen Bischofskonferenz, Oscar Omar Aparicio Céspedes, an der Tagung vorgestellt hat. Der Bischof ist derzeit mit weiteren bolivianischen Vertretern aus Kirche, Stadtverwaltungen und Nichtregierungsorganisationen zu Gast im Bistum Trier.

Das Hirtenwort der Kirche Boliviens aus dem Jahr 2012 analysiert die ökologische Krise im eigenen Land und sieht den globalen Klimawandel als die größte Herausforderung. Doch das nach dem Dreischritt Sehen-Urteilen-Handeln entstandene Papier sei darüber hinaus sehr konkret, was das Handeln betreffe, erklärte Bischof Aparicio. In einer „Selbstverpflichtung der Kirche“ gingen die bolivianischen Bischöfe konkrete Schritt zur Bewahrung der Schöpfung. So soll zum Beispiel auf sozialer und politischer Ebene eingewirkt, umfassende Bewusstseinsbildung betrieben und jährlich eine Woche der Schöpfung durchgeführt werden. In kleinen Schritten soll Verschmutzung vermieden, Wasser geschützt, Bäume gepflanzt, Energie gespart und ökologischen Lebensmittel Vorrang gegeben werden. Die Titel-Ergänzung des Pastoralschreibens „zu Umwelt und menschlicher Entwicklung“ deute jedoch auch, so Ludwig Kuhn von der veranstaltenden Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier, auf die stark am Menschen orientierte Ausrichtung des Schreibens hin. Durch sie solle mit den angestrebten Lebens- und Wirtschaftsformen auf „ein gutes Leben für alle“ hingearbeitet werden. Deshalb rufe das von Bischof Aparicio erläuterte Hirtenwort vor dem Gedanken der Verpflichtung aller Katholiken und der Verantwortung der internationalen Gemeinschaft auch zu einem über die Kirche hinausgehenden „Bund für die Schöpfung“ auf.

Teile des Trierer Engagements für eine nachhaltige Entwicklung stellte Dr. Gundo Lames (Direktor im Bistum Trier) vor, indem er einige Aufgaben der Diözesankommission für Umweltfragen erläuterte – etwa die Klimaschutzinitiative „Energiebewusst“ oder die schon seit zehn Jahren erfolgreich stattfindende Aktion „Autofasten“. Mit dem „Klimaschutzmanagement“ werde in den Kirchengemeinden Energiebeauftragte geschult, Energie-Checks durchgeführt und vor Ort erfolgreich Energie gespart. Dem gleichen Ziel diene auch der „Klimaschutzfonds“ des Bistums, mit dem unter anderem kleinere Maßnahmen zum Energiesparen in den Kirchengemeinden finanziert werden können. Nach Erkundungsgängen und Vorträge zu nachhaltiger Entwicklung auf den Feldern Entwicklungspolitik, Kommune und Kirche endete für die 40 Teilnehmer der Studientag mit einem Dankgottesdienst mit Bischof Aparicio in der Liebfrauenbasilika.

Vom 29. September bis 6. Oktober findet in diesem Jahr die Bolivien-Partnerschaftswoche statt. Sie steht unter dem Leitwort: „Die Erde ist für alle da!“ Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.bistum-trier.de/weltkirche und www.bistum-trier.de/schoepfungszeit/.




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