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Pressedienst

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Mittwoch, 25. September 2013

Schöpfung
Schöpfung: Lebenshaus für alle
Studientag: Umweltschutz in interreligiöser Verantwortung

Prof. Markus Vogt von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität bei seinem Vortrag während des Studientages.
Trier – Die Verantwortung gegenüber der Schöpfung sei eine der größten Herausforderungen. Umso mehr müsse sie in einem partnerschaftlichen Miteinander erfolgen, sagt Prof. Markus Vogt von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Er war einer der Referenten beim Studientag „Umweltschutz in interreligiöser Verantwortung“ am 20. September in Trier. Im Mittelpunkt standen Fragen wie: Woher kommt der christliche Auftrag für Umweltmanagement? Was verbindet dabei orthodoxe, katholische und evangelische Christen? Weshalb engagieren sich Juden und Muslime für den Umweltschutz?  Zu Gast war auch eine bolivianische Delegation aus Kirche, Stadtverwaltungen und Nichtregierungsorganisationen (NGO). So bot der Studientag auch Einblicke in die Schöpfungsverantwortung aus Sicht des lateinamerikanischen Landes. Veranstalter war die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Trier gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Südwest, Katholikenrat im Bistum Trier und Diözesanstelle Weltkirche des Bistums, der Gemeindedienst für Mission und Ökumene der Evangelischen Kirche im Rheinland Region Saar-Nahe-Mosel.

„Ökologie“ und „Ökumene“. Beide Worte ließen sich auf dieselbe Wurzel zurückführen: Das griechische „oikos“, Haus – erklärt Vogt. Die Welt sei der Lebensraum aller Menschen. Und das Thema Umweltverantwortung ginge alle etwas an. Darüber müsse geredet, aber auch gehandelt werden. Nicht nur mit und unter den Religionsgemeinschaften, sondern auch etwa den Human- und Umweltwissenschaften. „Wir brauchen Technik, aber Technik allein wird das Problem nicht lösen“, sagt Vogt. Es brauche den Willen zu mehr Gerechtigkeit und Solidarität. „Menschlichkeit besteht darin, für andere Verantwortung zu übernehmen“, sagte Vogt. Das Christentum sei keine Naturreligion, erklärt Vogt weiter. Die Welt selbst sei also nicht göttlich. Sie ist nach christlichem Glauben Schöpfung Gottes. Der Mensch sei demnach zwar einerseits als Abbild Gottes geschaffen, aber dennoch Teil der Schöpfung. Er sei zwar herausgehoben. Habe aber dennoch den Auftrag, die Schöpfung zu bewahren und verantwortlich zu pflegen. 

Dass der Mensch angehalten sei, die Natur zu schützen und zu pflegen, das glaubt auch Akida Azizi. Die junge Frau ist Vorstandsmitglied bei Hima, einem Verein, der sich aus dem muslimischen Glauben heraus für Umweltschutz einsetzt. „Die Schöpfung ist nicht da um dem Menschen zu dienen“, sagt Azizi. Er habe die Gunst, sie zu nutzen, sei aber auch Teil dessen. Der Mensch solle daher im Einklang mit ihr leben, und „nicht mit Hochmut und Eitelkeit sich über die Schöpfung stellen.“

„Gottes Schöpfung - Lebenshaus für alle“ lautet das Motto der diesjährigen Schöpfungszeit – im Rahmen der der Studientag stattfand. Seit drei Jahren lädt die ACK dazu ein, auch die Zeit vor dem Erntedankfest (dieses Jahr am 4. Oktober) besonders zu begehen – sich der Schönheiten der Schöpfung (neu) bewusst zu werden, das eigene Umweltverhalten einzuordnen und zu überdenken und konkrete Schritte zum Schutz der Schöpfung zu fördern. Weitere Informationen und Programm gibt es im Internet unter: www.bistum-trier.de/schoepfungszeit und bei Barbara Schartz, Tel.: 0651-8105-134, E-Mail: schoepfung@bistum-trier.de.




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